Die Idee

  • Ca. 600 Mio. Tonnen mineralische Baustoffe (Kies, Sand, Steine, Böden, anderes Erdreich) werden in Deutschland jährlich eingesetzt.
  • Der Großteil der benötigten Baurohstoffe wird der Natur entnommen.
  • Der Großteil der „alten“ Baustoffe wird in Deponien verfüllt.
  • Die Kapazitäten der Deponien sind endlich, die Verfügbarkeit von reinem,
    natürlichem Rohmaterial begrenzt und teils der Erschöpfung nahe.
Wir von Rohstofflager Stadt wollen genau das erreichen, was unser Name verkündet

Wir wollen dazu beitragen, dass die Stadt sich in großen Teilen zum Rohstofflager für ihre eigenen Baustoffe entwickelt, anstatt dass unsere endlichen natürlichen, reinen und konzentrierten Ressourcen aus natürlichen Lagerstäten des Umlands entrissen werden müssen, und Jahre später als vermischter, unbrauchbarer und vielfach schadstoffbelasteter Bauschutt wiederum aus der Stadt hinaus transportiert und für immer in Deponien außerhalb verfüllt wird. Wir wollen unseren Enkeln mehr Ressourcen statt weniger vererben, mehr schöne Natur, und weniger unnützes, chaotisch gemischtes und teils noch vergiftetes Erdreich hinterlassen.

Darüber hinaus wollen wir mit unserer Idee und unserem Ansatz die deutschlandweit immense Anzahl an Transportfahrten als auch die kumulierten Transportstrecken für Baustoff- und Aushub- bzw. Bodentransporte drastisch reduzieren; dies reduziert den Verbrauch der wertvollen Ressource Treibstoff, reduziert die CO2 Belastung und sorgt für allgemein geringeres Verkehrsaufkommen, weniger Feinstaubbelastung, und dadurch höhere Lebensqualität.

Letztlich ist unsere Idee wirtschaftlich selbsttragend: da sie schon nach kurzer Investitions-Zeit Bauherrn und Beteiligten entsprechend hohe Einsparungen an Ressourcen und den damit verbundenen Kosten ermöglicht. Deshalb können sich die Vorteile unserer Idee auf kurz oder lang selber skalieren und landesweit verbreiten. Es braucht nur zweierlei:

  • Gute Kommunikation, um Entscheidern den gleichzeitigen Mehrwert für Wirtschaft, Umwelt und Ressourcenhaushalt zu erörtern und sie zur Umsetzung zu führen
  • Erfahrene und operativ exzellente Experten, Bauingenieure, Projektmanager und Juristen, um die notwendigen Organisationen, Prozesse und Infrastruktur aufzubauen sowie koordiniert zu betreiben
Die Kreislaufidee

Bevor sie abgebrochen und und achtlos entsorgt zu werden, nehmen wir uns stattdessen gerne selber alter Gebäude, Anlagen, und städtischer Gelände an:

1. Wir betreiben sortenreinen, ordentlichen Rückbau, um die verschiedenen Schichten von alten Baustoffen in Bauwerken und Mineralstoffen im Aushub individuell wiedergewinnen zu können

2. Wir betreiben die Wiederaufbereitung der alten Baustoffe hin zu wieder erneut einsetzbaren „Sekundär-Rohstoffen“

3. Wir stellen aus diesen Sekundär-Rohstoffen hochwertige Produkte (Baustoffe sowie fertige Bauelemente) her

4. Wir erneuern städtisches Bauland und Grünanlagen größtenteils mittels dem vorher an selbiger Stelle bautechnisch notwendig gewordenen Boden-Aushub

5. Wir planen, begleiten und kontrollieren den Einbau unserer nachhaltig produzierten, und für ihren Verwendungszweck jeweils genehmigten „Recycling“-Produkte bei Erd-, Hoch-, und Tiefbau, sowie die Verwendung von aus Sekundär-Rohstoffen hergestellter vegetationstechnischer Böden für neue Parks und Grünanlagen in unseren Städten


Die Vielfältigkeit von Baustoff-Produkten

Die Vielfältigkeit von Baustoff-Produkten, die aus aufgegebener städtischer Baubestandssubstanz gewonnen werden können, ist groß: Auszugsweise illustriert das gegenüberliegende Bild wichtige Anwendungsmöglichkeiten.

Der Recycling Prozess

Ein exemplarischer Recycling-Prozess wird in der folgenden Grafik aufgezeigt. Hier wurde aus der Substanzmasse alter Gebäude sowohl neuer Beton, als auch neuer pflanzbarer Boden für den Park- und Gartenbau gewonnen.

Die Bearbeitung des alten Bauschutts und die Herstellung der wiedergewonnenen Produkte kann aus Platz- und Skalierungsgründen bei großen Baufeldfreimachungs- und Bauprojekten direkt vor Ort innerhalb der Liegenschaft, und bei vergleichsweise kleineren Projekten mittels eines in der Nähe gelegenen „Off-site“ Recycling-Zentrums erfolgen.

Durch die Nutzung solcher Prozesse kann kostensparend, umwelt- und ressourcenschonend sowie mit kürzeren Lieferketten und Transportwegen gearbeitet werden.

*Relatives Einsparpotential (grün) je Ressource durch regenerativen statt konventionellen Ansatz am Beispiel Projekt: „Ehemalige Bayernkaserne“.

Aufbau eines Recycling-Zentrums

Ein solches on- oder off-site Recycling-Zentrum besteht im Wesentlichen aus den Kern-Komponenten:

  • Mischgeräte zur Herstellung von „flüssigem“ Frisch-Beton sowie „gehärteten“ Beton-Fertigteilen in einer Maschinenhalle mit Witterungs- und Temperaturregulierung
  • Ein angegliedertes Ausgangslager für die produzierten Fertigteile
  • Vorgehaltener Bauschutt und andere Mineralstoffe bzw. bereits vorbearbeitete Sekundär-Rohstoffe

Auch semimobile Baustoffhöfe eigenen sich ideal, um schnell, unkompliziert, flexibel und bei geringen Investitionsvolumen Mehrwerte für den Bauherren zu erzielen.

Ein Recycling-Zentrum ist eine überschaubare Investition und rentiert sich besonders gut, wenn es über die Jahre möglichst viele Bauprojekte einer Region bedienen darf